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Auswahlverfahren

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat das "Investitionsprogramm nationale UNESCO-Welterbestätten" Anfang 2009 und Anfang 2010 in zwei Tranchen aufgelegt. In den Jahren 2009 bis 2014 stehen insgesamt 220 Mio. Euro Bundesmittel für die Weiterentwicklung und Pflege der deutschen UNESCO-Welterbestätten zur Verfügung.

Gefördert werden investive und konzeptionelle Maßnahmen, die der Erhaltung, Sanierung oder Weiterentwicklung der Welterbestätten dienen. Dazu gehören die Sanierung von Schlössern, Burgen, Einzelgebäuden, Industriedenkmälern und Landschaftsparks von Weltrang ebenso wie die Durchführung städtebaulicher Maßnahmen in deren Umfeld oder auch die Erstellung von touristischen Leitsystemen. Ein weiteres Ziel des Investitionsprogramms besteht darin, den fachlichen Austausch zwischen den Welterbestätten zu intensivieren.

Die Auswahl der Förderprojekte erfolgte auf Empfehlung einer unabhängigen Expertenkommission anhand folgender Kriterien:

· Städtebau (stadtentwicklungspolitische Bedeutung, stadtbildprägende Wirkung, architektonische Qualität)

· Denkmalpflege (konservatorisch restauratorische Maßnahmen, Reversibilität von Einbauten, Verträglichkeit der Einbauten)

· Zusätzliche Aspekte (Dringlichkeit, Machbarkeit, Nachhaltigkeit von Nutzungen, Vorbildwirkung, Innovationscharakter, energetische Aspekte, konjunkturelle Wirkung)

Auf Grundlage der Empfehlung der Expertenkommission hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung über 200 Projekte in die Förderung aufgenommen. Dabei übernimmt der Bund nur einen Teilbetrag der Projektkosten. So müssen die Kommunen stets einen Teil der Kosten mittragen. In der Regel liegt der Eigenanteil der Kommunen bei mindestens 33%. Bei Objekten in Landeseigentum muss sich das jeweilige Land mit mindestens 50% an den Kosten beteiligen. Optional können weitere Mittel der Kommune beigesteuert werden.

Seit 2014 wird das "Investitionsprogramm nationale UNESCO-Welterbestätten" vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) betreut. Hintergrund sind die neuen Zuschnitte der Ministerien (BMUB und BMVI) und die damit neu verteilten Aufgaben.

UNESCO-Welterbestätten in Deutschland
WelterbestätteGesamt
2009-2014
Altstädte von Stralsund und Wismar22.614.250 €
Oberes Mittelrheintal19.740.724 €
Hansestadt Lübeck16.840.000 €
Industriekomplex Zeche Zollverein in Essen13.750.000 €
Stiftskirche, Schloss und Altstadt von Quedlinburg13.539.572 €
Siedlungen der Berliner Moderne12.317.000 €
Altstadt von Regensburg mit Stadtamhof9.893.222 €
Klassisches Weimar8.688.333 €
Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg8.218.800 €
Altstadt von Bamberg8.138.047 €
Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft7.022.133 €
Dom und Michaeliskirche in Hildesheim6.707.991 €
Obergermanisch-raetischer Limes6.049.626 €
Schlösser und Gärten in Potsdam und Berlin5.877.430 €
Klosteranlage Maulbronn5.614.400 €
Aachener Dom5.495.466 €
Kölner Dom5.000.000 €
Kloster Lorsch4.800.000 €
Gartenreich Dessau-Wörlitz2.531.149 €
Muskauer Park4.354.400 €
Völklinger Hütte4.000.000 €
Das Bauhaus und seine Stätten in Weimar und Dessau5.293.799 €
Museumsinsel Berlin2.667.000 €
Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche in Trier2.573.100 €
Wattenmeer2.083.145 €
Wartburg in Eisenach1.900.000 €
Würzburger Residenz und Hofgarten1.690.500 €
Wallfahrtskirche "Die Wies" bei Steingaden 1.571.267 €
Speyerer Dom1.450.000 €
Klosterinsel Reichenau1.244.400 €
Grube Messel1.122.424 €
Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl800.000 €
Rathaus und Roland in Bremen 636.000 €
214.224.177 €

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