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Welterbe in Deutschland

1972 hat die UNESCO das "Internationale Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt" verabschiedet, dass bisher von 190 Staaten unterzeichnet wurde. Damit ist es das international bedeutendste Instrument, das jemals von der Völkergemeinschaft zum Schutz ihres Kultur- und Naturerbes beschlossen wurde. Die UNESCO hat es sich damit zur Aufgabe gemacht, die Kultur- und Naturgüter der Menschheit zu erhalten, die einen "außergewöhnlichen universellen Wert" besitzen.

Mit der Unterzeichnung der Konvention verpflichtet sich jedes Land, die innerhalb seiner Landesgrenzen gelegenen Denkmäler zu schützen und für künftige Generationen zu erhalten. Als Gegenleistung bekommen die UNESCO-Mitgliedstaaten Fachberatung zur Erhaltung Ihrer Denkmäler, die Entwicklungsländer auch finanzielle Hilfen.

Weltweit sind 981 Stätten auf der UNESCO-Liste des Welterbes verzeichnet, so z.B. die Pyramiden von Gizeh in Ägypten, die Chinesische Mauer, der Tower in London, Venedig und seine Lagune, die Akropolis in Athen, das Schloss und der Park von Versailles oder auch die Galapagos-Inseln.

Deutschland gehört mit seinen 38 Welterbestätten nach China, Italien, Frankreich und Spanien zu den Staaten mit den meisten Welterbe-Standorten (35 Weltkulturerbe-, drei Weltnaturerbestätten). Neben Kirchen und Klöstern, Schlössern und Burgen, Gärten und Landschaften zählen die Altstädte mit ihren historischen Kernen und die herausragenden baulichen Zeugnisse der Industria­lisierung zu den internationalen Aushängeschildern Deutschlands.

Die Denkmäler werden nur dann in die Liste des Welterbes aufgenommen, wenn sie die in der Konvention festgelegten Kriterien der "Einzigartigkeit" und der "Authentizität" (bei Kulturstätten) bzw. der "Integrität" (bei Naturstätten) erfüllen und wenn ein überzeugender Erhaltungsplan vorliegt.

UNESCO-Welterbestätten in Deutschland
WelterbestätteJahr der Aufnahme
in die Welterbe-Liste
Aachener Dom1978
Speyerer Dom 1981
Würzburger Residenz und Hofgarten1981
Wallfahrtskirche "Die Wies" bei Steingaden 1983
Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl 1984
Dom und Michaeliskirche in Hildesheim 1985
Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche in Trier 1986
Hansestadt Lübeck 1987
Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin (z. B. Sanssouci, Cecilienhof, Glienicke, Pfaueninsel) 1990
Kloster Lorsch 1991
Bergwerk Rammelsberg und Altstadt von Goslar 1992
Altstadt von Bamberg 1993
Klosteranlage Maulbronn 1993
Stiftskirche, Schloss und Altstadt von Quedlinburg 1994
Völklinger Hütte 1994
Grube Messel 1995
Kölner Dom 1995
Das Bauhaus und seine Stätten in Weimar und Dessau1996
Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg 1996
Klassisches Weimar (inklusive Goethehaus, Schillerhaus, Herderkirche etc.) 1998
Wartburg in Eisenach1999
Museumsinsel Berlin 1999
Gartenreich Dessau-Wörlitz 2000
Klosterinsel Reichenau 2000
Industriekomplex Zeche Zollverein in Essen 2001
Altstädte von Stralsund und Wismar 2002
Oberes Mittelrheintal (zwischen Bingen und Koblenz) 2002
Rathaus und Rolandsstatue in Bremen 2004
Muskauer Park 2004
Obergermanisch-raetischer Limes 2005
Altstadt von Regensburg mit Stadtamhof 2006
Siedlungen der Berliner Moderne (u. a. Hufeisensiedlung, Siedlung Schillerpark, Carl-Legien-Siedlung) 2008
Wattenmeer 2009
Buchenurwälder in den Karpaten und alte Buchenwälder Deutschlands 2011
Fagus-Werk in Alfeld 2011
Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen 2011
Markgräfliches Opernhaus Bayreuth2012
Bergpark Wilhelmshöhe2013

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