Navigation und Service

Altstadt von Bamberg

Die Welterbestätte

Die alte Kaiser- und Bischofsstadt Bamberg repräsentiert mit ihren zahlreichen Gebäuden aus dem 11. bis 18. Jahrhundert in einzigartiger Weise die auf frühmittelalterlichen Grundstrukturen entwickelte mitteleuropäische Stadt. Die Altstadt von Bamberg wurde 1993 in die Welterbeliste aufgenommen. Im historischen Stadtbild mit seinen zahlreichen Monumentalbauten zeugen architektonische Monumente von der reichen, europäischen Vergangenheit der Stadt. So wirkte die Bamberger Baukunst bis nach Ungarn und illustriert noch heute anschaulich die engen Verbindungen zu Böhmen in der Barockzeit. Die Bamberger Altstadt, in der über 1.000 Häuser unter Denkmalschutz stehen, ist bis heute weitgehend original erhalten.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit stellt für die Welterbestätte Altstadt Bamberg im Rahmen des Investitionsprogramms nationale UNESCO-Welterbestätten im Förderzeitraum 2009 bis 2014 insgesamt 8,1 Mio. Euro Bundesmittel für folgende Projekte zur Verfügung.

> Weitere Informationen zur Welterbestätte finden Sie hier

Bamberger Brückenrathaus (Quelle: Stadt Bamberg)Bamberger Brückenrathaus Quelle: Stadt Bamberg

Sanierung von St. Elisabeth

Die Kirche St. Elisabeth liegt im Herzen Bambergs im Sandgebiet am Fuße des Dombergs. Parallel zur Stadtmauer erstreckte sich das 1328 gestiftete Elisabethenspital, zu dem die Kirche gehörte. Auf die Weihe dieser Kapelle geht die bekannte Sandkirchweih zurück. Das Langhaus der Kirche stammt noch aus der Zeit nach der Gründung um 1338. Zusammen mit dem Chor ordnet sich der Bau der Sakristei in die bambergische Architektur des 14. Jahrhunderts ein. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass hier nach wie vor der Dachstuhl von 1490 in Funktion ist.

Im Zuge der vor kurzem durchgeführten Stadtsanierung wurde im Umfeld der Kirche der Kirchplatz verkehrsberuhigt und neu gestaltet. Im Rahmen des Projekts sollen nun statische und bauphysikalische Probleme an Dach, Fassade und Innenraum behoben sowie die Elektro- und Sanitärinstallationen erneuert werden. Die Dachsanierungsmaßnahmen wurden 2011 abgeschlossen.

> Weitere Informationen zur Welterbestätte finden Sie hier

Kirche St. Elisabeth (Quelle: Marcus Gwechenberger, PROPROJEKT)Kirche St. Elisabeth Quelle: Marcus Gwechenberger, PROPROJEKT

Sanierung der Kapelle St. Johannis

Bei der ehemaligen Kapelle St. Johannis unter den Linden handelt es sich um ein bedeutendes Einzelbaudenkmal. Die ehemalige Kapelle St. Johannis wurde zuletzt als Lagerraum genutzt. Sie soll nun außen und innen vollständig in einen baulichen Zustand versetzt werden, welcher der Würde und der Denkmalbedeutung des Gebäudes gerecht wird. Der Innenraum soll sowohl für kulturelle Veranstaltungen der Bürgerschaft, als auch für Veranstaltungen der benachbarten Kindergärten, Schulen und Kirchen genutzt werden. Mit der Neugestaltung der Außenanlagen wird das städtebauliche Umfeld der Kapelle aufgewertet.

Die Instandsetzung der Kapelle wird wesentliches durch bürgerschaftliches Engagement getragen. Der Freundeskreis St. Johannis e.V. wurde daher auch mit dem Förderpreis 2009 zur Erhaltung historischer Bausubstanz der Stiftung Weltkulturerbe Stadt Bamberg ausgezeichnet. Der 1992 gegründete Verein betrachtet es als seine heimatgeschichtliche und denkmalpflegerische Aufgabe, die St. Johanniskapelle zu restaurieren und einer ihrer historischen Bedeutung angemessenen Nutzung zuzuführen.

> Weitere Informationen zur Welterbestätte finden Sie hier

Zustand der Kapelle zu Beginn der Maßnahmen (Quelle: Stadt Bamberg)Zustand der Kapelle zu Beginn der Maßnahmen Quelle: Stadt Bamberg

Sanierung des ehemaligen Kloster St. Michael

Auf einem der sieben Hügeln Bambergs erbaut, gehört die ehemalige Benediktinerabtei mit der Klosterkirche St. Michael im UNESCO-Welterbe der Stadt zu einem der weithin sichtbaren Orte. Weit über die Stadtgrenzen hinaus sichtbar, bildet St. Michael seit Jahrhunderten die städtebauliche Dominante Bambergs. Die ganze Anlage gehört zu den hochkarätigsten Denkmälern im UNESCO-Welterbe Bamberg. Die Erhaltung dieser Klosterlandschaft mit dem Kloster, den Gärten, Wirtschaftsgebäuden, landwirtschaftlichen Flächen und sogar Wäldern hat weit über Bamberg hinaus hohe Denkmalbedeutung.

Für den Erhalt des barocken Gesamtensembles ist die Sanierung und Nutzung der Bauten sowie der Außenanlagen erforderlich. Im Rahmen des Projekts sollen daher das Wirtschaftsgebäude im Weinberg, die Steinfassaden des Klosters, die Orangerie mit Stützmauer und die Außenanlagen saniert und teilweise erneuert werden. Darüber hinaus werden dringend erforderliche Sicherungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an den Fassaden und Stützmauern, Untersuchungen im Kircheninnenraum und die Instandsetzung von Wegen und Grünflächen in Angriff genommen. Der Aufbau eines Denkmalmanagementsystems soll dazu beitragen, dass die Ergebnisse der umfassenden Voruntersuchungen sowohl an den Fassadenflächen und Stützmauern, der ehemaligen Klosteranlage "St. Michael" als auch im Kircheninnenraum der Klosterkirche in ein digitales Archiv zusammengeführt werden. Somit ist auch für künftige Instandsetzungsmaßnahmen ein wichtiger Grundstein gelegt, da effiziente und substanzschonende Restaurierungsmaßnahmen nur möglich sind, wenn detaillierte Informationen zu den bereits in der Vergangenheit durchgeführten Maßnahmen vorhanden sind.

Als zweiter Baustein des Denkmalmanagementsystems soll ein langfristiges Instandhaltungs- und Restaurierungskonzept für die Gesamtanlage erarbeitet werden. Dieses Konzept soll eine langfristige Maßnahmenplanung ermöglichen und durch die Vorgabe von Inspektionsintervallen präventiv Schäden vermeiden.

> Weitere Informationen zur Welterbestätte finden Sie hier

Klosteranlage St. Michael (Quelle: Stadt Bamberg)Klosteranlage St. Michael Quelle: Stadt Bamberg

Urbaner Gartenbau

In der Bamberger Gärtnerstadt sind die mittelalterlichen Strukturen der Hausgärten in einmaliger Weise im Stadtdenkmal erhalten. Die Nutzung der Flächen durch gärtnerische Betriebe ist seit dem 14. Jahrhundert in dem Gebiet nachweisbar und dauert bis heute kontinuierlich an. Die innerstädtischen Gärtnerflächen haben wesentlich zur Ernennung Bambergs als Welterbe beigetragen und bilden neben der Domstadt und der bürgerlichen Inselstadt eine der drei Säulen des UNESCO-Welterbes.

In der Bamberger Gärtnerstadt ist der Erwerbsgartenbau jedoch in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen, große Teile der einmaligen innerstädtischen Freiraumstrukturen sind brach gefallen. Im Rahmen des Projekts sollen daher Gärtnerbetriebe und -flächen als prägende stadtstrukturelle Elemente erhalten und weiterentwickelt werden. Durch eine "Flächennutzungsoffensive" werden die noch vorhandenen Gärten gesichert und brachliegende Flächen einer gärtnerischen Nutzung zugeführt. Darüber hinaus wird ein Vermarktungskonzept entwickelt, das zu einem Erhalt der Gärtnerkultur beitragen soll. Damit wird die Direktvermarktung besser koordiniert und die touristische Nutzung gefördert. Zur Neupositionierung der Gärtnerstadt wird das Gärtner- und Häckermuseum zu einer zentralen Anlaufstelle ausgebaut. Zwischenzeitlich hat sich bereits die "Interessengemeinschaft Bamberger Gärtner" gegründet. Sie besteht aus 19 Familienbetrieben, die sich gemeinsam für die Zukunftssicherung des Gärtnerstands in Bamberg engagieren. Damit verbindet das Projekt "Urbaner Gartenbau" die Aspekte Stadtplanung, Denkmalschutz, Tourismus und Erwerbsgartenbau auf besondere Weise.

> Weitere Informationen zur Welterbestätte finden Sie hier

Luftbild der Unteren Gärtnerei (Quelle: Stadtplanungsamt Bamberg, Hajo Dietz)Luftbild der Unteren Gärtnerei Quelle: Stadtplanungsamt Bamberg, Hajo Dietz

Sanierung der ehemaligen Propstei Sankt Getreu

Bambergs Stadtsilhouette ist dadurch gekennzeichnet, dass die Hügel von den repräsentativen Bauten der Klöster und Stifte stadtbildprägend gekrönt sind. Die Vielzahl an ehemaligen Klostergebäuden der Stadt Bamberg stellt insgesamt eine städtebauliche Besonderheit dar. So ist auch Sankt Getreu konzipiert, das mit seiner repräsentativen Schauseite zur Stadt hin zeigt und schon aus der Ferne sichtbar ist. Die aus dem 18. Jahrhundert stammende "Alte Propstei" von Sankt Getreu ist eine ehemalige Benediktinerpropstei des Klosters Michaelsberg.

Die "Alte Propstei" ist in Teilen restaurierungsbedürftig und wird derzeit saniert. Neben Arbeiten am Dachgeschoss werden vor allem Sanierungsarbeiten an den Sandsteinelementen durchgeführt. Nach Abschluss der Maßnahmen wird die städtische Musikschule in die Räumlichkeiten einziehen.

> Weitere Informationen zur Welterbestätte finden Sie hier

Sanierung der Neuen Residenz

Die "Neue Residenz Bamberg", letzte der fürstbischöflichen Hofhaltungen in Bamberg, vereinigt sich am Domplatz zusammen mit dem Dom und anderen bedeutenden baulichen Zeugnissen aus einem Jahrtausend Bamberger Geschichte, von der hoch- und spätromanischen Zeit über die Spätgotik und Renaissance bis hin zum Barock, zu einer der großartigsten Platzanlagen Deutschlands. Die Residenz zählt als größtes profanes Einzeldenkmal Bambergs zu den größten Schlössern Bayerns und ist im Gegensatz zu anderen Residenzen in Aschaffenburg oder München von Kriegszerstörungen verschont geblieben. Die Raumdekorationen aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind daher mit den Kunstschätzen aus über vier Jahrhunderten nahezu vollständig erhalten. Die in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts begonnene museale Präsentation von Schauräumen wurde nach dem Krieg fortgesetzt und zeigt sich in weiten Teilen seit den 1950er Jahren unverändert. Zur Instandsetzung der Residenz wird nun die planerische Vorbereitung und Umsetzung des 1. Bauabschnitts baulicher und konservatorischer Maßnahmen durchgeführt. Das betrifft die Instandsetzung des Dachs und der Fassaden sowie die Restaurierung und Erneuerung der technischen Infrastruktur in den Raumfolgen der fürstbischöflichen Wohnräume und im König-Otto-Zimmer.

> Weitere Informationen zur Welterbestätte finden Sie hier und hier

Visualisierung Neue Residenz am Domplatz (Quelle: Stadt Bamberg)Visualisierung Neue Residenz am Domplatz Quelle: Stadt Bamberg

Umnutzung des ehemaligen Waisenhauses zum Jugendgästehaus

Das ehemalige Waisenhaus steht an einer markanten stadträumlichen Stelle im Bamberger "Berggebiet". Straßenseitig ist der Kaulberg seit Jahrhunderten eng bebaut, die rückwärtigen Grundstücksbereiche sind durch große Grünbereiche mit eindrucksvollen Blickbeziehungen geprägt - vor allem zur Domburg. Dem Gebäude kommt daher große städtebauliche Bedeutung hinzu.

Da in der Bamberger Altstadt größere Strukturen praktisch nicht neu errichtet werden können, ist es stadtplanerisch besonders wichtig, dass vorhandene Großobjekte - wie dieses Haus - diejenigen platzgreifenden Nutzungen aufnehmen, welche im Herzen des Stadtdenkmals sinnvoll und erforderlich sind. Um das Gebäude sinnvoll zu nutzen, wurde das ehemalige Waisenhaus daher in den Jahren 2009 und 2010 zu einem Jugendgästehaus umgebaut und im Dezember 2010 an den Betreiber übergeben. Damit wird das touristische Angebot für Schul-, Gruppen- und Familienreisen in Bamberg vergrößert.

> Weitere Informationen zur Welterbestätte finden Sie hier

Jugendgästehaus (Quelle: Stadt Bamberg)Jugendgästehaus Quelle: Stadt Bamberg

Wohnen im Welterbe (Tocklergasse 1)

Die UNESCO-Welterbestätte Bamberg besteht nicht nur aus großen staatlichen, städtischen oder kirchlichen Bauwerken, sondern vor allem aus zahlreichen Einzelgebäuden in Privateigentum. Bei dem Gärtnerhaus Tocklergasse 1 handelt es sich um einen eingeschossigen Satteldachbau aus dem 17. bzw. 18. Jahrhundert, der sich an einer städtebaulich bedeutenden Stelle in der Gärtnerstadt befindet. Das Gebäude ist nicht nur in der Gliederung seiner Baukörper original erhalten. Aufgrund des Sanierungsrückstaus ist auch die Inneneinteilung weitgehend erhalten. Somit ist hier die denkmalpflegerisch vorbildliche Sanierung eines Gärtnerhauses aus dieser Zeit möglich. Gleichzeitig trägt das Projekt dazu bei, dass die Wohnfunktion im Welterbe gestärkt und bisher nicht genutzte Gebäude wieder einer nachhaltigen Nutzung zugeführt werden.

> Weitere Informationen zur Welterbestätte finden Sie hier

Fertiggestelltes Gärtnerhaus in der Tocklergasse (Quelle: Marcus Gwechenberger, PROPROJEKT)Fertiggestelltes Gärtnerhaus in der Tocklergasse Quelle: Marcus Gwechenberger, PROPROJEKT

Zusatzinformationen

Diese Seite

© GSB 5.0 - 2013