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Museumsinsel Berlin

Die Welterbestätte

Die Berliner Museumsinsel gehört zum kulturellen Erbe des 19. Jahrhunderts und wurde 1999 in die Welterbeliste aufgenommen. Die Öffnung vormals fürstlicher Sammlungen und Schatzkammern für die Allgemeinheit war eine Forderung seit der Französischen Revolution. 1810 verfügte der preußische König Friedrich Wilhelm III., in Berlin eine öffentliche Kunstsammlung anzulegen. 1822 erhielt Karl Friedrich Schinkel den Auftrag zum Bau des Alten Museums. Mit seiner Eröffnung 1830 beginnt die Geschichte der Museumsinsel, die ein herausragendes Beispiel für das Konzept des Kunstmuseums darstellt. Die auf der Museumsinsel vereinten Sammlungen boten erstmals einen unvergleichlich vollständigen Gang durch die abendländische Kunst von der Antike bis zum 19. Jahrhundert. Die Besonderheit der Berliner Museumsinsel besteht darin, dass sie diese großartigen Sammlungen in Gebäuden präsentiert, die ihrerseits die Entwicklung der Institution des Museums in der Architektur, der Raumdisposition und der Gestaltung widerspiegeln. Zu dem Gebäudekomplex der Museumsinsel gehören fünf Museumsbauten: das Pergamon-Museum, das Alte Museum, die Nationalgalerie, das Bode-Museum (ehemals Kaiser-Friedrich-Museum) und das Neue Museum.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit stellt für die Welterbestätte Museumsinsel Berlin im Rahmen des Investitionsprogramms nationale UNESCO-Welterbestätten im Förderzeitraum 2009 bis 2014 insgesamt 2,7 Mio. Euro Bundesmittel für folgendes Projekt zur Verfügung.

> Weitere Informationen zur Welterbestätte finden Sie hier

Visualisierung der Friedrichsbrücke, Blick von Norden (Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin)Visualisierung der Friedrichsbrücke, Blick von Norden Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin

Erneuerung der Friedrichsbrücke

Die Friedrichsbrücke ist Teil des übergeordneten Erschließungssystems der Museumsinsel. Entsprechend ihrer besonderen städtebaulichen und verkehrlichen Bedeutung soll die Brücke denkmalgerecht erneuert werden. Dabei soll die im Zweiten Weltkrieg zerstörte, danach vereinfacht und verengt wiederaufgebaute Brücke auf ihre historische Brückenbreite angepasst sowie historische Schmuckstücke wieder integriert werden.

Mit der Verbreitung der Brücke im Sinne des historischen Querschnitts können die ursprünglichen Bezugspunkte auf die Kolonnaden vor dem Neuen Museum und der Alten Nationalgalerie wiederhergestellt werden. Die abgebrochene Verlängerung des Kolonnadengangs auf die Brücke und in die Stadt kann für Besucher und Passanten wieder erlebbar gemacht werden.
Neben der Eisernen Brücke, die bereits wiederhergestellt wurde, kommt der Friedrichsbrücke als städtebauliches Element eine besondere Bedeutung zu. Sie verbindet die Museumsinsel mit der angrenzenden Pufferzone. Das Brückenbauwerk fungiert als Teil des übergeordneten Erschließungs- und Verkehrskonzepts für die Welterbestätte Museumsinsel und das südlich anschließende künftige Humboldt-Forum. Die verkehrsberuhigte Friedrichsbrücke ist für Fußgänger das kürzeste und bequemste Verbindungsglied zwischen Museumsinsel und Schlossinsel mit Dom auf der einen Seite und der östlichen Spandauer Vorstadt mit der stark frequentierten S-Bahnstation "Hackescher Markt" auf der anderen Seite. Sie soll deshalb zukünftig funktional und architektonisch als Eingangsbauwerk zum Museumsensemble Signalcharakter zukommen. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Stadtreparatur und Aufwertung des Stadtraums im Welterbekontext geleistet.

Visualisierung der Friedrichsbrücke, Blick von Süden  (Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin)Visualisierung der Friedrichsbrücke, Blick von Süden Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin

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