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Rathaus und Roland in Bremen

Die Welterbestätte

Das Bremer Rathaus wurde Anfang des 15. Jahrhunderts im gotischen Stil erbaut und im frühen 17. Jahrhundert im Stil der Weser-Renaissance renoviert. Das Rathaus und die 1404 als Wächter hanseatischer Freiheit errichtete Rolandsfigur dominieren den Bremer Marktplatz, sie wurden gemeinsam 2004 als einzigartige Zeugnisse für die Entwicklung von Autonomie und Marktrechten des europäischen Bürgertums im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation in die Welterbeliste aufgenommen. Das Alte Rathaus verdeutlicht die politische Idee der bürgerlichen Selbstregierung und der eigenständigen Regulierung der rechtlichen und wirtschaftlichen Fragen der Bürgerschaft. Die 5,5m hohe Rolandstatue gilt als die älteste noch an ihrem Platz befindliche Statue dieser Art in Deutschland.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit stellt für die Welterbestätte Bremer Rathaus und Rolandsstatue im Rahmen des Investitionsprogramms nationale UNESCO-Welterbestätten im Förderzeitraum 2009 bis 2014 insgesamt 0,6 Mio. Euro Bundesmittel für folgende Projekte zur Verfügung.

> Weitere Informationen zur Welterbestätte finden Sie hier

Bremer Rathaus (Quelle: Hansestadt Bremen)Bremer Rathaus Quelle: Hansestadt Bremen

Maßnahmen im Bremer Rathaus

Das Bremer Rathaus zeigt mit dem sogenannten Saalgeschossbau die typologische Grundform des mittelalterlichen Rathauses. Es ist vollständig erhalten und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgestaltet: vom ersten gotischen Bau Anfang des 15. Jahrhunderts über die umfangreiche Restaurierung im 17. Jahrhundert bis hin zum Anbau des neuen Rathauses. Aus Mitteln des Investitionsprogramms wurden im Bremer Rathaus Fenster energetisch ertüchtigt, die Beleuchtung im historischen Ratskeller hergestellt und Maßnahmen zur Barrierefreiheit durchgeführt. Das Holzwerk in den Festräumen, insbesondere im Festsaal, wurde ebenfalls restauriert. Im Hauffsaal wurde eine Komplettsanierung des Parketts durchgeführt. Der von Rudolf Alexander Schröder entworfene Teppich im Senatssaal wird ebenso wie die Fitgerschen Fresken im Bacchuskeller (Ratskellerfantasien nach Wilhelm Hauff) restauriert. Zur besseren touristischen Erschließung wurde ein Leitsystem für die historischen Räume im Rathaus erstellt. Der Fußboden der Unteren Rathaushalle wurde in den vergangenen Jahren saniert. Dabei wurden die Sandsteinplatten aufgenommen, instandgesetzt und wieder eingebracht. Anschließend hatten sich die Platten gelegt. Die dabei entstandenen Fugen wurden von Oktober 2010 bis Januar 2011 im Rahmen des Welterbeprogramms mit denkmalgerechten Materialien neu verfugt.

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