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Kölner Dom

Die Welterbestätte

Der Kölner Dom wurde zwischen 1248 und 1880 erbaut und 1996 in die Welterbeliste aufgenommen. Der Kölner Dom war bei seiner Vollendung im 19. Jahrhundert das größte Gebäude der Welt, bis er vier Jahre später durch das Washington Monument in den USA übertroffen wurde. Der im Dom befindliche Schrein der Heiligen Drei Könige ist eines der größten und überaus anspruchsvoll gestalteten Reliquiare des Mittelalters. Das ottonische Gerokreuz auf dem Kreuzaltar im Dom ist das erste Großkreuz des westlichen Abendlandes. Alle Triumphkreuze mittelalterlicher Kirchen gehen darauf zurück.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit stellt für die Welterbestätte Kölner Dom im Rahmen des Investitionsprogramms nationale UNESCO-Welterbestätten im Förderzeitraum 2010 bis 2014 insgesamt rd. 5 Mio. Euro Bundesmittel für folgende Projekte zur Verfügung.

> Weitere Informationen zur Welterbestätte finden Sie hier

Kölner Dom (Quelle: Dombauarchiv Köln, Matz und Schenk) Kölner Dom Quelle: Dombauarchiv Köln, Matz und Schenk

Neuordnung Domumfeld

Das Umfeld des Kölner Doms, in dessen direkter Nachbarschaft der Hauptbahnhof, das Museum Ludwig, das Römisch-Germanisches Museum, die Altstadt mit Fußgängerzone zu finden sind, ist einer der zentralen Plätze in Köln und somit wichtiger Treffpunkt und Visitenkarte der Stadt. Diesem Anspruch wird die Gestaltung des öffentlichen Raums nicht gerecht. Ende der 1960er Jahre wurde die Domplatte mit der Absicht errichtet, den bis dahin vom Verkehr umströmten Dom wieder stärker an die Altstadt anzubinden. Gemäß den damals vorherrschenden städtebaulichen Vorstellungen sollte der Dom von Süden her schwellenfrei zugänglich sein, seine Hügellage sollte möglichst zum Verschwinden gebracht werden. Die Domplatte akzentuiert jedoch die Kante zwischen Domumfeld und den tiefer gelegenen Flächen im Norden und Osten zusätzlich. In der Folge entstanden unübersichtliche Treppenanlagen zwischen Stadt- und Domebene.

Nachdem die Treppe vom Hauptbahnhof zum Dom inzwischen neugestaltet wurde, soll nun der östliche, zum Rhein hin gelegene Abschnitt umgestaltet werden. Die Mittel aus dem Welterbeprogramm werden dazu eingesetzt, einen Teil des "Städtebaulichen Konzepts Domumgebung" der Münchener Architekten Allmann Sattler Wappner zu realisieren. Die Domplatte soll auf Höhe des Museums Ludwig bis zum Erker des Restaurationsgebäudes zurückgeschnitten werden. Der Platz vor dem nördlichen Museumseingang soll ausreichend groß bleiben. Eine Treppe soll vom Museum Ludwig hinunter zum Dionysoshof führen. Eine zweite neue, bogenförmige Treppe soll den Domhügel von der Domplatte zum Rhein hin abstaffeln, um so die historische Topographie des Orts wieder erfahrbar zu machen.

Der Hof wird durch die Beseitigung von Brüstungen, Rampen und Pfeilern gestalterisch beruhigt und großzügiger gestaltet. Zudem soll der Autoverkehr an dieser Stelle eingeschränkt werden, indem die Straße "Am Domhof" auf zwei Fahrspuren reduziert wird. Dadurch ist Raum für attraktive Fuß- und Radwege. Das Baptisterium soll durch Schaufenster für Passanten sichtbar sein; auch Objekte zur Geschichte des Taufbeckens, des Doms und der Stadt werden hier in einer Art Straßenmuseum ausgestellt.

Visualisierung zur Neugestaltung der Domumgebung (Quelle: Allmann Sattler Wappner Architekten)Visualisierung zur Neugestaltung der Domumgebung Quelle: Allmann Sattler Wappner Architekten

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