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Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche

Die Welterbestätte

Trier ist die älteste Stadt Deutschlands, sie wurde 16 v.Chr. als "Augusta Treverorum" gegründet. Die Römerbauten und die untrennbar mit ihnen verbundenen christlichen Bauten wurden 1986 in die Welterbeliste aufgenommen. Mit etwa 80.000 Einwohnern war Trier bzw. "Roma secunda" im Jahr 300 die größte europäische Stadt nördlich der Alpen und zugleich eine der bedeutendsten Städte im Römischen Reich. Durch die Dichte und die bauliche Qualität der erhaltenen Denkmäler (Brücke, Reste der Stadtbefestigung, Thermen, Amphitheater, Speicherhäuser) liefert Trier ein außergewöhnliches Zeugnis der vierhundertjährigen römischen Epoche.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit stellt für die Welterbestätte Trier im Rahmen des Investitionsprogramms nationale UNESCO-Welterbestätten im Förderzeitraum 2009 bis 2014 insgesamt rd. 2,6 Mio. Euro Bundesmittel für folgende Projekte zur Verfügung.

> Weitere Informationen zur Welterbestätte finden Sie hier

Porta Nigra (Quelle: Stadt Trier)Porta Nigra Quelle: Stadt Trier

Dom St. Peter

Der Dom St. Peter ist die älteste Kirche Deutschlands, sie ist seit fast 1700 Jahren nahezu ununterbrochen christlicher Versammlungsort. Der gotische Kreuzgang des Doms weist in einigen Teilbereichen erhebliche Schäden auf. Im Rahmen der Restaurierung erfolgen derzeit im Rahmen des Welterbeprogramms die statische Sicherung der Südwestecke, Steinerhaltungsmaßnahmen an den Naturwerksteinen, die Ergänzung und Rekonstruktion der Lisenenkapitelle sowie die Restaurierung der Epitaphe im Kreuzgang und im angrenzenden Vikarsparadies. Weitere Arbeiten finden an Bauteilen des Kreuzgangs und in der Pauluskapelle statt.

Domkreuzgang (Quelle: Stadt Trier)Domkreuzgang Quelle: Stadt Trier

Liebfrauenkirche

Im Innern der Liebfrauenkirche in Trier wurden seit dem 19. Jahrhundert keine nennenswerten Renovierungsmaßnahmen mehr durchgeführt. Nach ersten Voruntersuchungen im Jahr 2004 wurde bereits 2007 mit der Innenrenovierung begonnen. Mit Mitteln aus dem Investitionsprogramm sollen die Apostelbilder gereinigt und die Firnisschichten abgenommen werden, der Nordportal-Tympanon und vier Seitenaltäre sowie 22 Grabdenkmäler, zwei Sandsteinfiguren und vier Holzplastiken restauriert werden. Mit diesen Maßnahmen soll der dauerhafte Erhalt der Ausstattungsstücke gewährleistet werden.

Instandsetzungsarbeiten in der Liebfrauenkirche (Quelle: Stadt Trier)Instandsetzungsarbeiten in der Liebfrauenkirche Quelle: Stadt Trier

Porta Nigra

Die Porta Nigra, die in der 2. Hälfte des 2. Jahrhunderts erbaut wurde, ist das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen. Die derzeitige Gestaltung der Umgebung entspricht nicht der großen Bedeutung der Welterbestätte und soll daher verbessert werden. Mit Mitteln des Investitionsprogramms wurde ein internationaler Wettbewerb für die Aufwertung des Umfelds der Porta Nigra durchgeführt. Damit sollen Lösungsansätze gefunden werden, wie dieser wichtige städtische Platz künftig neugestaltet werden kann.

Das Preisgericht tagte am 10. Dezember 2010. Der prämierte Entwurf des Berliner Büros Loidl setzt mit einer zurückhaltenden Gestaltung die Porta Nigra in Szene. Gleichzeitig gelingt es, die verkehrlichen Anforderungen in das Gesamtkonzept zu integrieren und diesen Bereich mit neuer Qualität in den innerstädtischen Stadtraum einzubeziehen.

Wettbewerbsergebnis zur Aufwertung des Umfelds der Porta Nigra (Quelle: Büro Loidl, Berlin)Wettbewerbsergebnis zur Aufwertung des Umfelds der Porta Nigra Quelle: Büro Loidl, Berlin

Römerbrücke

Die Trierer Römerbrücke ist die größte, heute noch genutzte Brückenkonstruktion der Römerzeit nördlich der Alpen. Zugleich ist sie im heutigen Verkehrsgefüge der Stadt eine der wichtigsten Verbindungen zwischen der Altstadt und den westlich gelegenen Stadtteilen. Während der Unterbau der Brücke aus wertvoller historischer Bausubstanz besteht, sind die Fahrbahn und das Umfeld der Brückenköpfe einfache Verkehrsarchitektur. Die kulturhistorische Bedeutung der Brücke ist daher nur eingeschränkt wahrnehmbar.

Aus Mitteln des Investitionsprogramms soll ein internationaler Wettbewerb für die Umgestaltung der Brückenaufbauten und des Umfelds einschließlich Beleuchtungs- und Beschilderungskonzept durchgeführt werden. Bisher wurden Fach- und Bürgerworkshops durchgeführt, bei denen die Eckdaten der Auslobungsunterlagen besprochen wurden.

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