Aachener Dom
- Die Welterbestätte
- Dominformation und Gestaltung der Freiräume
- Sanierungsarbeiten am Dom
- Sanierung des Rathauses und Pfalzenforschung
Die Welterbestätte
Der Aachener Dom wurde 1978 als erstes deutsches Denkmal in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Der Dom erhielt seine heutige Gestalt im Lauf von mehr als 1200 Jahren. Kaiser, Könige und Pilger stifteten die überaus reiche Ausstattung, zugleich war Aachen Ausgangspunkt neuer Staatsordnungen und Kirchenreformen, die für Jahrhunderte prägend blieben. Das Hauptwerk der karolingischen Architektur ist heute eines der besterhaltenen Baudenkmäler der Karolingerzeit.
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung stellt für die Welterbestätte Aachener Dom im Rahmen des Investitionsprogramms nationale UNESCO-Welterbestätten im Förderzeitraum 2009 bis 2014 insgesamt 5,5 Mio. Euro Bundesmittel für folgende Projekte zur Verfügung.
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Aachener Dom
Quelle: Stadt Aachen
Dominformation und Gestaltung der Freiräume
Der Aachener Dom und die Domschatzkammer verzeichneten in den letzten Jahren steigende Besucherzahlen. Die Besucherströme sollen daher im Kirchengebäude und in der Schatzkammer neu geführt werden. Die Dominformation wird künftig in einem Gebäudeteil des Generalvikariats Aachen untergebracht. Dieses Gebäude befindet sich gegenüber der Domschatzkammer. Die Besucher erhalten so die Möglichkeit, sich bereits vor der Besichtigung des Domes und außerhalb der regulären Besucheröffnungszeiten über die Geschichte, Architektur und Ausstattung des Domes zu informieren.
Dom und Rathaus bilden mit dem Katschhof den Kern der Aachener Innenstadt. Mit der Neugestaltung der Freiräume wird der öffentliche Raum im Pfalzbezirk mit seinen Bauten und Stadträumen insgesamt aufgewertet. Nachdem bereits 2009 erste Maßnahmen begonnen wurden, wurde 2010 zusätzlich die Neugestaltung des Klosterplatzes in die Förderung aufgenommen. Der Klosterplatz liegt direkt gegenüber der Domschatzkammer und nimmt im System der öffentlichen Räume ebenfalls eine zentrale Rolle ein.
Sanierungsarbeiten am Dom
Im Zentralbau, insbesondere im Bereich der Kaiserloge und der Oktogonkuppel werden Mosaike, Marmorverkleidungen und Fußböden restauriert. Die Mauerkrone der aus dem 15. Jahrhundert stammenden Nikolauskapelle wurde bereits zwischen 1983 und 1985 stabilisiert, die hölzerne Dachkonstruktion jedoch nur punktuell gesichert. Da der Dachstuhl Schäden aufweist, die durch Alterung, Verdrehung, Setzung und Holzschädlinge entstanden sind, werden Maßnahmen zur statischen Stabilisierung, zum Schutz gegen Holzschädlinge und zur verbesserten Regenwasserabführungen durchgeführt.
Sanierung des Rathauses und Pfalzenforschung
Das Rathaus der Stadt Aachen umfasst zusammen mit dem angrenzenden Granusturm und dem Welterbe Aachener Dom in etwa das Areal der ehemaligen karolingischen Pfalzanlage. Die Bauwerke verdeutlichen nicht nur die angenommene Ausdehnung der ursprünglichen Anlage, sondern bewahren zugleich in ihrem Mauerwerk bedeutende materielle Zeugnisse der Pfalz. Als Grundlage für künftige Investitionsmaßnahmen soll eine detaillierte Baudokumentation der karolingischen Pfalz erstellt werden. Da große Teile der Pfalzbauten heute nicht mehr oberirdisch erhalten sind, soll auch Forschung aus archäologischer Sicht betrieben werden.
Am Rathaus sollen Fassaden- und Dachsanierungen durchgeführt werden. Im Gebäudeinneren werden Fresken, Stuckaturen, Wandbespannungen sowie Holzvertäfelungen und Fußböden instandgesetzt.

