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Dom und Michaeliskirche

Die Welterbestätte

Der Hildesheimer Dom, die Michaeliskirche sowie die zu ihnen gehörenden Kunstschätze machen Hildesheim zum Zentrum romanischer Kunst und wurden 1985 in die Welterbeliste aufgenommen. St. Michael und der Dom bewahren eine bedeutende Zahl von historischen Ausstattungsstücken: in St. Michael die bemalten Stuckreliefs der Chorschranken (Ende des 12. Jahrhunderts) und die breite bemalte Holzdecke, auf welcher der Lebensbaum Christi dargestellt ist (1230). Außergewöhnliche Werke der Gießkunst sind die Bronzetüren und die Bronzesäule von etwa 1020, die im Dom aufbewahrt werden.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung stellt für die Welterbestätte Dom und Michaeliskirche Hildesheim im Rahmen des Investitionsprogramms nationale UNESCO-Welterbestätten im Förderzeitraum 2009 bis 2014 insgesamt rd. 6,7 Mio. Euro Bundesmittel für folgende Projekte zur Verfügung.

> Weitere Informationen zur Welterbestätte finden Sie hier

Hildesheim - Dom (Quelle: Hildesheimer Marketing GmbH)Hildesheim - Dom
Quelle: Hildesheimer Marketing GmbH

Übergreifende Maßnahmen

Aus Mitteln des Investitionsprogrammes sollen in Hildesheim mehrere übergreifende Maßnahmen durchgeführt werden. Dazu zählen Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit, ein Wettbewerb zum Domhof, die Realisierung eines Parkplatzkonzeptes sowie eines Busleit- und Fußgängersystems. Ziel der neuen Leitsysteme ist eine bessere Vernetzung der Innenstadt mit den kulturellen Einrichtungen, insbesondere dem Römer- und Pelzaeus-Museum sowie dem Dombezirk.

St. Michaelskirche

Im Außenbereich der St. Michaelskirche soll die Ost– und Südseite des Kirchenvorplatzes umgestaltet werden. Dazu gehören die Erweiterung der angrenzenden Platzflächen am Südportal und die Neugestaltung des Michaelisplatzes und –hügels. Von hoher Bedeutung ist auch die bauliche Maßnahme zur Stabilisierung des rutschgefährdeten Hanges. Die natürliche Beschaffenheit des Hügels ist Ursache für wiederkehrende Schädigungen der Bausubstanz von St. Michael. Ein umfangreiches Sicherungs– und Messsystem zur Früherkennung von Verformungen soll die Standsicherheit gewährleisten. Zu den Maßnahmen zählen auch umfangreiche Instandsetzungsmaßnahmen am Dach, der Fassade sowie Sicherungsmaßnahmen an den Vierungs– und Treppentürmen.

Mariendom

Die gesamte Welterbestätte Mariendom ist von einer geschlossenen Bebauung umgeben, deren Entstehung bis in die ottonische Zeit zurückreicht. Die historische Stadtstruktur und vor allem das stadtbildprägende Kirchenkreuz aus dem 12. Jahrhunderts prägen bis heute das Stadtbild und die Wegeführungen. Der Domhof ist, neben der jüngeren Marktsiedlung um die Andreaskirche, die Keimzelle der Stadt Hildesheim. Da die Aufenthaltsqualität durch den PKW–Verkehr beeinträchtigt wird, soll der Domhof künftig umgestaltet werden. Seiner historischen Bedeutung entsprechend soll die historische Wegeführung, die Platzgestaltung und die Anbindung an St. Michael wiederhergestellt werden. In einem Wettbewerb sollen zunächst die Möglichkeiten der künftigen Aufwertung des Domhofes herausgearbeitet werden. Dabei sollen die zentralen Zugangsmöglichkeiten zu und innerhalb der Gebäude des Welterbeensembles verbessert werden. Darüber hinaus werden auch Sanierungsmaßnahmen an der Fassade, dem Dach und an der Gebäudetechnik durchgeführt.

Vernetzung und Verbindung zwischen prägenden Bauten

Die Verbindung zwischen Mariendom und Michaeliskirche soll durch städtebauliche und gestalterische Maßnahmen erfolgen. Dazu beitragen sollen insbesondere die Aufwertung des öffentlichen Raums (Freiraumgestaltung, neue Stadtmöblierung) sowie die Umsetzung eines Fassadengestaltungskonzepts. Ergänzend dazu wird im Straßenraum ein "Band" mit Textpassagen zu historischen Bezügen der Stadt Hildesheim eingefügt.

Mariendom - archäologische Grabungen

Unmittelbar südlich des Hildesheimer Domes liegen die Fundamente eines Kanonikerstiftes, das Bischof Godehard 1026 erbaute aber bereits 20 Jahre später durch Feuer zerstört wurde. Die Gestalt und Größe dieses Stiftes ist bisher völlig unbekannt. Daher soll der Untergrund vor der städtebaulich notwendigen Umfeldgestaltung bauarchäologisch untersucht werden.


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