Hansestadt Lübeck
- Die Welterbestätte
- Gründungsviertel
- Kranenkonvent
- Gebäudezeile Düvekenstraße 1–17
- Burgkloster
- Katharinenkirche
- Salzspeicher
Die Welterbestätte
Lübeck wurde 1143 gegründet und ab 1159 unter Heinrich dem Löwen in den bis heute erhaltenen Grundlinien angelegt. Die Altstadt von Lübeck wurde als erste nordeuropäische Altstadt 1987 in die Welterbeliste aufgenommen. Ausschlaggebend waren die markante und unverwechselbare Stadtsilhouette mit den sieben Türmen der monumentalen Kirchen, der planmäßig angelegte Stadtgrundriss mit den historischen Raumgefügen der Straßen und Plätze sowie die original erhaltene Bausubstanz der unzerstörten Altstadtbereiche. Die über Jahrhunderte gewachsene und durch viele hervorragende Einzelbauten geprägte Bausubstanz weisen Lübeck als architektonisches Erbe von europäischer Bedeutung aus, dass unter städtebaulichen und denkmalpflegerischen Gesichtspunkten ein einzigartiges Beispiel mittelalterlicher Stadtbaukunst darstellt. Der Stadtgrundriss und das Lübsche Stadtrecht wurden Grundlage für viele Städte im Hansebund und Ostseeraum.
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung stellt für die Welterbestätte Altstadt Lübeck im Rahmen des Investitionsprogramms nationale UNESCO-Welterbestätten im Förderzeitraum 2009 bis 2014 insgesamt rd. 16,8 Mio. Euro Bundesmittel für folgende Projekte zur Verfügung.
> Weitere Informationen zur Welterbestätte finden Sie hier
Lübeck - Holstentor
Quelle: Hansestadt Lübeck
Gründungsviertel
Zwischen Marienkirche und der Trave lag das sogenannte "Gründungs– oder Kaufleuteviertel" der Hansestadt Lübeck, ein bis zur Zerstörung 1942 von Häusern ab dem frühen 13. Jahrhundert geschlossenes Ensemble. Die Auslagerung der bisher hier ansässigen Berufsschulen bietet die Möglichkeit, das Gründungsviertel im Sinne einer kritischen Rekonstruktion der historischen Stadtstruktur neu zu ordnen und im Hinblick auf ein zukunftsweisendes, mischgenutztes Wohnquartier in der Altstadt zu entwickeln.
Durch die anstehenden Abbruch– und Neubaumaßnahmen sind im Vorfeld der Neubebauung großflächige Ausgrabungen möglich. Die Mittel aus dem Welterbeprogramm werden dafür eingesetzt, auf über 8.000 qm Fläche eine archäologische Erfassung, Dokumentation und Auswertung der Befunde zur Stadtentstehung durchzuführen. Die Grabungsergebnisse gehen weit über die lokale Bedeutung hinaus und werden wichtige Impulse für die Erforschung mittelalterlicher Städte in Nordeuropa geben. Nach Abschluss der Ausgrabungen wird das Areal städtebaulich neugeordnet. Das städtebauliche Konzept knüpft an die historischen Wurzeln an und sieht eine kleinteilige Bebauung mit einer 3-4 geschossigen Straßenrandbebauung vor.
Kranenkonvent
Der Kranenkonvent in der Kleinen Burgstraße 22 ist eines der ältesten Backsteinhäuser Lübecks. Es wurde 1260 als Konvent für unverheiratete Frauen und Witwen erbaut, die aus religiösen und wirtschaftlichen Gründen wie Nonnen leben wollten oder mussten. Nach der Reformation wurde der Konvent erst in ein Armen–, dann in ein Siechenhaus umgewandelt. Seit 1920 diente er lange Zeit als Altersheim und zuletzt als Sozialberatungsstelle. Nach dem Auszug der Sozialberatungsstelle sollen in dem historischen Gebäude die Mensa und weitere Klassenräume der angrenzenden, ebenfalls denkmalgeschützten Ernestinenschule einziehen. Die Gebäudestruktur soll auf den historischen Bestand zurückgebaut werden.
Gebäudezeile Düvekenstraße 1–17
Die Gebäudezeile Düvekenstraße 1–17 besteht aus zehn Wohngebäuden auf sieben Grundstücken, die ehemals Teil eines mittelalterlichen Ackerhofes waren. Mehrere Gebäude befinden sich jeweils unter einem Dach (Nr. 1–9 und 15–17). Die gotischen Traufenhäuser mit backsteinsichtigen Fassaden zeigen ihre Fachwerkkonstruktion und haben leicht hervorkragende Obergeschosse. Die Gebäude sollen nun mit Hilfe des Investitionsprogramms instandgesetzt werden.
Burgkloster
Das Burgkloster befindet sich im Norden der Lübecker Altstadt zwischen Burgtor und Koberg. Neben diversen Bauunterhaltungsmaßnahmen soll vor allem die Sicherung, Restaurierung und Pflege der in den Gebäuden vorhanden Wand- und Gewölbemalereien durchgeführt werden.
Katharinenkirche
Die Katharinenkirche zählt in ihrer Architektursprache und mit ihrer Wandmalerei zu den bedeutendsten mittelalterlichen Großbauten im Ostseeraum. Sie ist zugleich Zeugnis für die Entwicklungsgeschichte des Kirchenbaus, touristischer Anziehungspunkt und Veranstaltungsort für Ausstellungen und andere Kulturangebote. Die Sanierung der Katharinenkirche umfasst baulich konstruktive und statische Sicherung des Gebäudes sowie restauratorische Sicherungsarbeiten im Kirchenrauminneren.
Salzspeicher
Die ehemaligen Salzspeicher an der Obertrave bilden gemeinsam mit dem weltweit bekannten Holstentor ein Ensemble. Um den Erhalt der Salzspeicher zu gewährleisten, soll das historische äußere Mauerwerk der prägenden Giebel statisch gesichert werden. Darüber hinaus soll das Dach neu eingedeckt werden.

