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Klosteranlage Maulbronn

Die Welterbestätte

Das Kloster Maulbronn ist die am vollständigsten erhaltene Klosteranlage des Mittelalters nördlich der Alpen und wurde 1993 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Die 1147 gegründete Anlage bildet ein ungewöhnliches Bild der Geschlossenheit. Bis ins Detail werden Leben und Arbeit des Zisterzienserordens vom 12. bis 16. Jahrhundert dargestellt. In seiner Gesamtheit ist Maulbronn ein zuverlässiges Vorbild, um teilweise zerstörte Klosteranlagen zu rekonstruieren. Bedeutend für die Architekturgeschichte im gesamten mitteleuropäischen Raum sind einige Bauteile aus der Zeit von 1200 bis 1210: die frühgotische Kirchenvorhalle, der Südflügel des Kreuzganges und das Herrenrefektorium.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung stellt für die Welterbestätte Kloster Maulbronn im Rahmen des Investitionsprogramms nationale UNESCO-Welterbestätten im Förderzeitraum 2009 bis 2014 insgesamt rd. 5,6 Mio. Euro Bundesmittel für folgende Projekte zur Verfügung.

> Weitere Informationen zur Welterbestätte finden Sie hier

Kloster Maulbronn Westfassade (Quelle: Stadt Maulbronn)Kloster Maulbronn Westfassade
Quelle: Stadt Maulbronn

Klosterkirche und Vorhalle ("Paradies")

Die Klosterkirche ist das Kernstück des 1147 von den Zisterziensern gegründeten Klosters. Mit der Vorhalle, dem sogenannten Paradies, besitzt die Kirche eines der frühesten gotischen Bauwerke in Deutschland. Das noch erhaltene Chorgestühl, Skulpturen und Epitaphe stellen wichtige Zeugnisse der Geschichte des Ordens und des Ortes dar. Aus Mitteln des Investitionsprogramms werden statisch-konstruktive Maßnahmen und Steinsanierungen an der Außenhülle, eine Konservierung der Putze, Fassungen und Wandmalereien sowie eine Sanierung der Portale und Türen durchgeführt.

Kreuzgang, Brunnenkapelle und "Höllentreppe"

Der Kreuzgang wurde gemeinsam mit den frühesten Bauten begonnen und stellt nach dem Idealplan der zisterziensischen Klosteranlagen das Zentrum des 1147 gegründeten Klosters in Maulbronn dar. In vielen Bereichen der Putze und Fassungen sind Schadensbilder entstanden, die dringend behoben werden müssen. Daneben müssen auch statisch-konstruktive Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden. Entsprechende Maßnahmen werden im Bereich des nördlichen, östlichen, südlichen und westlichen Kreuzganges einschließlich der Brunnenkapelle und Höllentreppe durchgeführt.

Klosterberg

Der von den Zisterziensern terrassierte Klosterberg prägt als historischer Weinberg des Klosters Maulbronn das Landschaftsbild und die Umgebung des Welterbes. Er liegt unmittelbar neben der Klosteranlage und ist Bestandteil der Welterbestätte. Die nahezu aufgegebene weinbauliche Nutzung soll nach zisterziensischem Vorbild wieder etabliert werden. Durch die dauerhafte Sicherung der zisterzienischen Trockenmauer sowie Rodungs- und Pflegemaßnahmen soll der Klosterberg in seinem Erscheinungsbild und seiner Funktion aufgewertet werden, um so die ursprüngliche zisterziensische Kulturlandschaft wieder erkennbar zu machen.

Laiendorment

Der Gebäudetrakt, in dem sich im Erdgeschoss das ehemalige Laienrefektorium und im Obergeschoss das ehemalige Laiendorment befinden, soll instandgesetzt werden. Dazu werden die Außenwände, die Dachkonstruktion und -deckung saniert. Im Obergeschoss sollen die Räume instandgesetzt werden. Auch die Haustechnik und Brandschutzvorrichtungen sollen auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden.

Herrendorment

Der südliche Teil des ehemaligen Herrendorments und der Verbindungsbau mit dem ehemaligen Parlatorium im Erdgeschoss sowie dem Oratorium im Obergeschoss sollen instandgesetzt werden. Konkret werden Stein- und Putzsanierungen durchgeführt sowie die Dachkonstruktion und -deckung saniert. Im Obergeschoss sollen die Räume einschließlich Haustechnik und Brandschutz ertüchtigt werden.


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