NavigationUndService

Logo: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung


Völklinger Hütte

Die Welterbestätte

Die 1873 gegründete Völklinger Hütte war Deutschlands größte Produktionsstätte für Eisenträger und setzte technikgeschichtliche Meilensteine in der Eisenverhüttung, sie wurde 1994 in die Welterbeliste aufgenommen. In ihren besten Zeiten haben 20.000 Stahlkocher lothringisches und schwedisches Erz mit Hilfe saarländischer Kohle in Eisen umgewandelt. Die Hütte war eine der modernsten Industrieanlagen in Europa. Sie setzte technikgeschichtliche Meilensteine in der Eisenverhüttung. Die erhaltenen Anlagen veranschaulichen alle wichtigen Stationen einer historischen Roheisenproduktion. Die Authentizität ihrer technischen Einrichtungen macht die Hütte zu einem einzigartigen Denkmal der Industriegeschichte. Von den im 19. und 20. Jahrhundert in Westeuropa und Nordamerika errichteten Eisenhütten ist sie die einzige, die noch vollständig erhalten ist.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung stellt für die Welterbestätte Völklinger Hütte im Rahmen des Investitionsprogramms nationale UNESCO-Welterbestätten im Förderzeitraum 2009 bis 2013 insgesamt 4 Mio. Euro Bundesmittel für folgende Projekte zur Verfügung.

> Weitere Informationen zur Welterbestätte finden Sie hier

Völklinger Hütte (Quelle: Weltkulturerbe Völklinger Hütte/ Gerhard Kassner)Völklinger Hütte
Quelle: Weltkulturerbe Völklinger Hütte/ Gerhard Kassner

Ehemalige Kohlenwertstoffbetriebe

Die Gebäude und Anlagen der ehemaligen Kohlenwertstoffbetriebe befinden sich zum Teil in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Aus Mitteln des Investitionsprogramms sollen unterschiedliche Maßnahmen zur Entwicklung dieses Bereichs durchgeführt werden. Das Gebäude der Pechgießhalle war Teil der Pech- und Teerproduktion. Im Rahmen des Projektes soll die Entsorgung von Teerrückständen in der ehemaligen Pechgießhalle durchgeführt werden. Für die unterirdischen Kohlenwertstoffbetriebe ist im Rahmen der Sicherungskonzeption die Überdeckung mit einem neuen Oberflächenprofil und zum Schutz des Grundwassers eine Flächenabdichtung vorgesehen. Zur Visualisierung der Anlagenteile und Schienen der ehemaligen Kohlenwertstoffbetriebe sollen deren frühere Konturen durch andersfarbigen Asphalt abgesetzt werden. Die Gebäude und Anlagen Benzolhaus 1, Benzolhaus 2, Cumaronharzgebäude und Retortendestillation sollen gesichert, dekontaminiert und dokumentiert werden. Zum Erhalt der Rohrleitungen und zur sicheren Begehbarkeit des Bereiches unterhalb der Leitungen werden die Rohrleitungstrassen hinter der Gebläsehalle saniert.

Schleusengelände

Das Gesamtensemble Schleusenkanal besteht aus dem Schleusenkanal, dem Schleusenbauwerk und dem ehemaligen Schleusenwärtergehöft. Das ehemalige Schleusenwärtergehöft ist prägender Bestandteil des Ensembles und besteht aus einem eingeschossigen, unterkellerten Gebäude und zwei Nebengebäuden. Das Gehöft ist Denkmal der Industriegeschichte. Im Rahmen des Welterbeprogramms soll das denkmalgeschützte Gebäude saniert und einer neuen Nutzung durch die DLRG und einen Verein zugeführt werden. Um das Weltkulturerbe für den Bootstourismus zu erschließen, soll am rechten Saarufer eine 100 Meter lange Schwimmsteganlage errichtet werden.


DieseSeite

© GSB 3.0 - 2006