NavigationUndService

Logo: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung


Das Wattenmeer

Die Welterbestätte

Das Wattenmeer bildet die weltweit größte zusammenhängende Fläche aus Schlick- und Sandwatt und ist neben den Alpen eine der letzten ursprünglich belassenen und flächendeckenden Naturlandschaften Europas. Die Welterbestätte Wattenmeer wurde 2009 in die Welterbeliste aufgenommen und umfasst das niederländische Wattenmeer-Schutzgebiet sowie die deutschen Wattenmeer-Nationalparks Niedersachsens und Schleswig-Holsteins. Es ist ein wichtiger Lebensraum für viele Pflanzen, Tiere und Kleinstlebewesen und überlebenswichtiges Rastgebiet von jährlich ca. 12 Millionen Zugvögeln. Die hohe Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen beruht auf seinen unterschiedlichen Landschaftsformen. Neben den reinen Wattflächen gehören zahlreiche andere Lebensräume wie Salzwiesen, Marschflächen, Dünen und Sandbänke zur Schutzzone.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung stellt für die Welterbestätte Wattenmeer im Rahmen des Investitionsprogramms nationale UNESCO-Welterbestätten im Förderzeitraum 2010 bis 2014 insgesamt rd. 2,1 Mio. Euro Bundesmittel für folgende Projekte zur Verfügung.

> Weitere Informationen zur Welterbestätte finden Sie hier

Das Wattenmeer - WesterheverDas Wattenmeer - Westerhever

Baltrum: Nationalparkhaus

Auf der Insel Baltrum soll das Nationalparkhaus instandgesetzt werden. Zur Verbesserung der energetischen Bilanz werden Fenster und Tür erneuert; zudem wird eine neue Beschilderung eingebaut.

Borkum: Sanierung der Seezeichen Großes Kaap und Kleines Kaap

Die 1872 errichteten Seezeichen ermöglichten den Seeleuten eine sichere Navigation durch das Wattenmeer. Die historischen Seezeichen sollen statisch überprüft und saniert werden, um so weiterhin deren Standsicherheit und deren Fortbestand zu sichern.

Büsum: Aufbau einer flächendeckenden Besucher-Information zum Welt-Naturerbe Wattenmeer im Kreis Dithmarschen

Die Anerkennung des Wattenmeeres als Weltnaturerbe beinhaltet die Verpflichtung, umfassend über das Weltnaturerbe zu informieren. Das Ziel einer flächendeckenden Besucherinformation soll durch enge Abstimmung der beteiligten Partner erreicht werden (Nationalparkverwaltung, Kreis, Gemeinden, Verbände, Tourismuswirtschaft). In Abstimmung mit der trilateralen Weltnaturerbe-Arbeitsgruppe sollen in den Kreisen Dithmarschen und Nordfriesland Informationsmodule für Tourismuszentralen und Nationalpark-Einrichtungen entwickelt und aufgestellt werden. Darüber hinaus sollen verschiedene Elemente zur Besucherinformation (Schilder, Pavillons) an wichtigen Zugängen zum Welterbegebiet aufgebaut werden (s. auch Förderprojekt Tönning).

Butjadingen: Nationalparkhaus

Die Bausubstanz des Nationalparkhauses stammt in wesentlichen Teilen aus dem 19. Jahrhundert. Im Rahmen des Projekts sollen schadhafte Stellen des Mauerwerks erneuert und Instandsetzungsmaßnahmen an der Fassade durchgeführt werden.

Hallig Langeneß: Gertsen Haus auf Hallig Langeneß

Auf der Ketelswaf der Hallig Langeneß liegen die beiden traditionsreichen Museumshäuser "Kapitan Tadsen Haus" und "Gertsen Haus", in denen die Kultur- und Naturgeschichte der Halligen präsentiert wird. Am "Gertsen Haus" sollen Gebäudeteile (Sod, Rinne) fachlich restauriert und die Informationen zum Weltnaturerbe Wattenmeer aktualisiert werden.

Land Wursten: Nationalparkhaus

Das Land Wursten hat mit Unterstützung durch Naturschutzverbände das Nationalparkhaus Land Wursten vor 24 Jahren aufgebaut. Die Ausstellung und die Bildungsarbeit werden von den Besuchern gut angenommen, die Räumlichkeiten reichen für eine angemessene Bildungsarbeit und Ausstellung nicht mehr aus. Mit Mitteln aus dem Welterbeprogramm soll ein Anbau errichtet werden. Gleichzeitig soll die Ausstellung aktualisiert werden.

Meldorf: Konzeptentwicklung zur touristischen Weiterentwicklung Speicherkoog

Der gesamte Bereich der touristischen Nutzung im Speicherkoog soll überplant werden. Die Planung trägt dazu bei, eine geordnete touristische Entwicklung unter Berücksichtigung der Belange des Naturschutzes und der Welterbestätte Wattenmeer zu ermöglichen.

Roter Sand: Leuchtturm

Der Leuchtturm Roter Sand ist ein maritimes Denkmal von kulturhistorischer Bedeutung: Er gilt als Meisterwerk der maritimen Ingenieurskunst des 19. Jahrhunderts, schließlich wurde der Leuchtturm als Bauwerk auf offener See errichtet. Am Leuchtturm Roter Sand sind Konservierungsarbeiten und ein kompletter Außenanstrich des Turms und des Sockels erforderlich. Darüber hinaus soll ein Gutachten zur Standfestigkeit des Leuchtturms erstellt werden, das auch zu den Kosten einer eventuellen Sohlensicherung Stellung nimmt. Weiterhin sind eine Gesimserneuerung, die Erneuerung des Wassertanks und Innensanierungsarbeiten vorgesehen.

Tönning: Aufbau einer flächendeckenden Besucher-Information zum Weltnaturerbe Wattenmeer im Kreis Nordfriesland

In Abstimmung mit der Weltnaturerbe-Arbeitsgruppe sollen im Kreis Nordfriesland Informationsmodule für Tourismuszentralen und Nationalpark-Einrichtungen entwickelt und aufgestellt werden. Darüber hinaus werden verschiedene Elemente zur Besucher-Information (Schilder, Pavillons) an wichtigen Zugängen zum Welterbegebiet aufgebaut (s. auch Förderprojekt Büsum).

Tönning: Nationalpark-Zentrums Multimar Wattforum

Seit der Anerkennung des Welterbes Wattenmeer sind auf den Nationalpark neue Aufgaben im Bereich der Bildungs- und insbesondere der Informationsarbeit zugekommen. Als zentrales Informationszentrum erfüllt das Multimar Wattforum noch stärker als bisher die Funktion eines touristischen Leuchtturmprojektes des Landes. Mit durchschnittlich 25.000 Schulkindern und 200.000 Besuchern jährlich ist das Multimar Wattforum ein bedeutsames und attraktives Bildungszentrum für Nachhaltigkeit an der Westküste. Um die Anerkennung des Wattenmeeres als Weltnaturerbe zu vermitteln, ist im Multimar Wattforum als erster Schritt im Jahr 2010 eine Sonderausstellung zum Weltnaturerbe realisiert worden. Die Mittel aus dem Investitionsprogramm sollen dazu beitragen, weitere Ausstellungseinheiten mit direktem Bezug zum Weltnaturerbe einzubinden.


DieseSeite

© GSB 3.0 - 2006